
Erwachsenen


2024 Die verlockende Erbschaft – Ankündigung
Florian Apold Archiv, Erwachsenen
Zum ersten Mal unter der Regie des langjährigen Darstellers Johannes Weber werden im Oktober dreizehn Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne stehen und ihnen die Komödie „Die verlockende Erbschaft“ von Klaus Ziegler präsentieren. Das eher unbekannte und für das Amateurtheater noch „junge“ Stück entführt sie in die flotten 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, doch flott ist hier erst einmal nichts. Das Hotel „Zur grünen Minna“ scheint eher verschlafen und hat den Anschluss an die neue, moderne Zeit verloren, die Angestellten machen halt so ihr Ding und Gäste scheinen eher eine Seltenheit zu sein. Doch die ganze Szenerie ändert sich schlagartig mit dem Öffnen des Vorhangs, denn die Pension wird zum Schauplatz einer besonders kuriosen Testamentseröffnung. Die Hotelbesitzerin Minna hat ihrer unbekannten Verwandtschaft zwar ihr Domizil grundsätzlich vererbt, doch die fünf Erbinnen sollen untereinander bestimmen, wer es letztendlich bekommen soll. Es folgen Tricks, Intrigen und Lügen, um das Erbe des renovierungsbedürftigen Hotels nicht antreten zu müssen oder vielleicht ja doch Alleinerbin zu werden. Dabei spielen die Heilwirkung von Quellwasser, ein Bild im Foyer und die etwas seltsamen Angestellten des Hotels eine nicht unbedeutende Rolle.
Mit seiner ersten Regiearbeit wagt sich Johannes Weber sofort an ein Stück, welches vor allem durch koordiniertes Chaos, schnelle Übergänge, viel Bewegung und schräge Charaktere kurzweilige Unterhaltung verspricht. Es erfordert jedoch viel Probenarbeit, Souveränität der Darstellerinnen und Darsteller und schlicht ein Gespür für Theater und Komödien. Der Nachwuchsregisseur bewältigt diese Herausforderung dennoch gewohnt grandios und ist ein weiteres Beispiel für die gute Jugendarbeit der Laienspielgruppe. Als Spieler begonnen bei den Küken, wichtiger Teil großartiger JuLa-Produktionen und seit Jahren nicht aus dem Ensemble der Erwachsenen wegzudenken, leitet er eben diese in ihrem nächsten Theaterstück „Die verlockende Erbschaft“.
Spieldaten |
Weitere Informationen |
Premiere: 11. Oktober 2024 | Beginn: 19:30 Uhr |
18. Oktober 2024 | Einlass: Ab 18:30 Uhr |
19. Oktober 2024 | Eintritt: 12 € |
26. Oktober 2024 | Ort: Bürgersaal im Alten Wirt Langenbach |
Matinée: 13. Oktober 2024 | Beginn: 16:00 Uhr Einlass: Ab 14:00 Uhr |
Am 13.10. Kaffee- und Kuchenverkauf |
und jeden Donnerstag von 19:00 bis 20:00 Uhr und an den Sonntagen 22. September und 06. Oktober jeweils von 15:00 bis 17:00 Uhr
im Bürgersaal Langenbach
Die Laienspielgruppe freut sich schon auf ihren Besuch!

2023 Valentinaden – Nachbericht
Alexander Fischer Archiv, Erwachsenen
Laienspielgruppe setzt mit mutiger Inszenierung Maßstäbe:
»VALENTINADEN« – ein Heidenspaß für alt und jung
Wie heißt es doch neudeutsch so schön? »No risk, no fun«! Der Spruch passt ziemlich gut zu den »Valentinaden«, mit denen die Langenbacher Laienspieler gerade mächtig für Furore sorgen. Denn dass es nicht einfach ist, Werke des bis heute verkannten Genies auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zu bringen, ist kein Geheimnis.
Es mag sogar der Grund dafür sein, dass Valtentin Ludwig Vey, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, mittlerweile so selten gespielt wird. Die trauen sich also was, unsere Laienspieler. Und das mit Erfolg!
Denn wer, wie der »Kurier« schon im Vorhinein bei den Proben einen Blick hinter die Kulissen werfen durfte, der hat schnell gemerkt, dass da hervorragende Arbeit geleistet wird. Dass das eine Mordsgaudi und ein Heidenspaß für alle wird, die Volkstheater und schrägen Humor lieben, die etwas mit Irrwitz und Widersinn anfangen können. Will heißen: Das Risiko einzugehen hat sich gelohnt.
Vorhang auf also für ein Gustostückerl valentinesker Art, für ein Bühnenspektakel, das es in sich hat. Spielleiterin Anna-Lena Seisenberger und ihr Regie-Kollege Florian Apold gehen mit ihrer viel versprechenden Inszenierung in die Vollen. Über ein Dutzend Szenen stehen auf dem Programm. Und das im Wechsel mit einer Reihe ausgesuchter Couplets und Wortbeiträgen. Es geht Schlag auf Schlag bei diesem in drei Akten angelegten Theatervergnügen. Das knapp zwanzigköpfige Ensemble hat sich breit aufgestellt, um dem Werk von Karl Valentin und Liesl Karlstadt in all seinen Facetten gerecht zu werden. Die Rollen wechseln durch. Es sind beileibe nicht immer die gleichen, die den Part von Valentin und seiner kongenialen Begleiterin Liesl Karlstadt übernehmen. Von Episode zu Episode schlüpfen immer wieder andere in die Rolle des Komiker-Duos. Gelegenheit komödiantisches Talent an den Tag zu legen, gibt es bei dem Programm genug. Sind doch so berühmt berüchtigte Bonmots wie »Im Schallplattenladen« oder »Semmelnknödeln« darunter. Aber, es ist auch für Überraschungen gesorgt. Für Stücke, die nicht so bekannt sind, die aber nicht weniger Vergnügen versprechen.
Was viele nicht wissen: Valentin konnte auch politisch und gesellschaftskritisch sein. Und das nicht zu knapp! Auch das kommt klar zum Ausdruck bei den »Valentinaden«. Damit nicht genug: Sogar eine Filmsequenz, stilecht in Szene gesetzt in der Freisinger Altstadt, hat man eingebaut. Eine mit zwei Ratschkathln die sich zufällig auf der Straße treffen und kein Blatt vor den Mund nehmen. Noch so ein Aspekt, noch so ein Grund, die Aufführungen auf keinen Fall zu verpassen. In Summe eine große Herausforderung. Eine, der man sich ganz bewusst gestellt hat. Während der Proben hat man fleißig an den Schlüsselszenen gefeilt und die Pointen sauber und penibel herausgearbeitet. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Nicht nur auf, sondern auch vor und hinter Bühne ging man konzentriert und hochmotiviert zu Werke. In der Natur der Sache lag, dass auch viel gelacht und mit Verlaub auch geblödelt wurde.
Herausgekommen ist eine hochspannende Humoreske, eine überaus gelungene Hommage an einen bis heute unerreichten Wortakrobaten und Sinnverdreher. An einen, der es Wert ist, nicht in Vergessenheit zu geraten. Apropos, erklärtes Ziel der Laienspielgruppe ist es, »den Valentin« auch und gerade jungen Leuten näherzubringen. Und zwar mit Herzblut und Chuzpe. Die alte und die neue Garde haben dazu ihre ganze Erfahrung miteingebracht und ihren Teil zum Gelingen beigetragen.
Und was würde Karl Valentin zu all dem sagen? Er würde stellvertretend für die ganze Truppe wohl lauthals nach viel Publikum rufen. Freilich auf seine Weise. So nach dem Motto: »Sie sind auf mich nicht angewiesen, aber ich auf Sie!«
Der Spielplan
Die Premiere geht am Samstag, 7. Oktober um 17:00 Uhr über die Bühne. Weitere Vorstellungen finden am Freitag, 13. und am Samstag 14. Oktober sowie am Freitag, 20. und am Samstag 21. Oktober statt. Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr. Einlass: je 90 Minuten vorher.
Das Ensemble
Florian Apold, Roswitha Apold, Eva Bucksch, Heidi Burg, Christian Gobmeier, Sandra Heigl, Franziska Past, Albert Schäfer, Anna‐Lena Seisenberger, Christiane Stemmer, Eva Stephan, Hilde Stockhorst, Judith Summer, Rainer Summer, Johannes Weber, Michaela Wüst und Jakob Zörr (in alphabetischer Auflistung)
Foto & Film: Fabian Mühlich, Souffleuse: Irene Vögl, Bühne: Jakob Zörr, Florian Apold, Licht & Ton: Fabian Baumann, Josef Feger und Benedikt Weinzierl, Spielleitung: Anna‐Lena Seisenberger und Florian Apold
Die Couplets
Judith Summer, Franziska Past, Anna‐Lena Seisenberger, Jakob Zörr und Roswitha Apold treten ganz nebenbei auch noch als »Sängerinnen« in Aktion. Die Titel: »Der Mord in der Eisdiele«, »Wenn ich einmal der Herrgott wär«, »Chinesisches Couplet«, »Die Lorelei« & »Blödsinn-Verse«
Das Schauspiel
Es schlüpfen beileibe nicht immer die gleichen in die Rollen von Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Im Ensemble wechselt man fleißig durch.
Die Regie
Anna‐Lena Seisenberger und Florian Apold teilen sich die Spielleitung bei der Inszenierung der »Valentinaden«. Sie wissen genau, worauf es ankommt: auf sauberes Spiel und pointierte Dialoge.
Erschienen im Langenbacher Kurier
Autor: Alexander Fischer

2023 Valentinaden – Ankündigung
Josef Feger Archiv, Erwachsenen
„Jedes Ding hat drei Seiten. Eine positive, eine negative und eine komische.“ – Gemäß dieses bekannten Zitats von Karl Valentin präsentiert Ihnen die Laienspielgruppe Langenbach dieses Jahr, zu Ehren des 75 jährigen Todestages des bekannten Münchner Komikers, eine Sammlung humoristischer Werke des bayrischen Urgesteins.
Premiere
07.10.2023, Einlass 15:30 Uhr, Vorstellungsbeginn 17:00 Uhr
Weitere Aufführungen:
13.10.2023, Einlass 18:00 Uhr, Vorstellungsbeginn 19:30 Uhr
14.10.2023, Einlass 18:00 Uhr, Vorstellungsbeginn 19:30 Uhr
20.10.2023, Einlass 18:00 Uhr, Vorstellungsbeginn 19:30 Uhr
21.10.2023, Einlass 18:00 Uhr, Vorstellungsbeginn 19:30 Uhr
Der Kartenverkauf erfolgt ab 16. August im Bürgersaal jeden Mittwoch von 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Den Online-Kartenvorverkauf finden Sie auf www.laienspielgruppe-langenbach.de.
Eintritt: 12,00 €
Einlass ist 90 Minuten vor Spielbeginn
Essen und Getränke im Saal bis zu Beginn der Aufführungen
Nachmittagsvorstellung mit Kaffee und Kuchen.
Zur Person Karl Valentins:
Karl Valentin war ein Münchner durch und durch und ist bis heute eine Kultfigur, die nie in Vergessenheit geraten ist. Schon als Jugendlicher hatte er eine Leidenschaft für die Bühne und führte mit Freunden kleine Marionettentheater auf. Nach einigen Jahren als Volkssänger fand er ab 1908 großen Erfolg auf der Bühne des „Frankfurter Hofs“, wo er auch Liesl Karlstadt kennenlernte. Mit ihr arbeitete er 26 Jahre lang erfolgreich zusammen und schuf unvergessene Sketche auf der Bühne, mit einem scharfsinnigen Humor, der noch heute seinesgleichen sucht. Karl Valentin hatte zudem auch eine Karriere als Schauspieler in Kurzfilmen und besaß hierzu sein eigenes Filmstudio. Nach seinem Ableben am 09.02.1948 wurde sein großes Schaffen und sein Genie wiederentdeckt und Valentin wurde zur Inspiration für viele bekannte Künstler wie Loriot, Gerhard Polt und Helge Schneider. Vor allem seine Kombination aus Humor und Tiefsinnigkeit ist dabei bis heute für viele unübertroffen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Bürgersaal beim Alten Wirt in Langenbach! Ein humoristischer Abend zu Ehren Karl Valentins erwartet Sie!

2022 GleisGeisterei – Nachbericht
Raimund Lex Archiv, Erwachsenen
In der Zeitmaschine – Geniale Geistergeschichte der Laienspielgruppe
Im Bürgersaal des „Gasthof Zum alten Wirt“ regiert derzeit ein Mann in Schwarz namens Giacomo da Capo, eine Mischung aus „halb Florenz, halb Freising“. Er ist ein „Gleisgeist“ aus der Familie der „Reisegeister“, die alle die Zeit zurückstellen können. Nur die „Fahrradfeen“ haben diese Fähigkeit nicht, lernt das Publikum, in der ländlichen Komödie „Gleisgeisterei“ von Ralph Wallner, mit der die Laienspielgruppe Langenbach derzeit für Aufsehen sorgt. Am Freitag (04.11) war Premiere – voller Irrungen und Wirrungen am Bahnhof von Niederhinterbergkirchentalhausen (Oberbayern). Denn Zeitsprünge in die Vergangenheit, die haben es in sich! Vor allem dann, wenn der „Gleisgeist“ beobachtet wird, wie er die Zeit zurückdreht.
Giacomo da Capo (Emil Harrant) kommt mit dem Geisterzug des Nachts nach Niederhinterbergkirchentalhausen, reguläre Züge fahren dort seit drei Jahren schon nicht mehr. Als erstes trifft er dort auf ein Landstreicherpärchen, auf den Weichen-Wastl (Franz Schild) und dessen Freundin, die Schranken-Susi (Susanne Huber). Beide sind auf den Bahnhof gekommen, weil es dort beim Standl-Hans (Rainer Summer) den besten Brandwein in der ganzen Gegend gibt – wenn der Hans den Kiosk am Morgen öffnet. Die zwei gutmütigen Gestalten sind unbewusst die ersten, die in die Zeitmaschine müssen, der Giacomo hat sich nämlich verplappert und als „Gleisgeist“ vorgestellt. „Porca miseria!“ Das muss ausgewetzt werden. „Dann hoid ois no a moi von vorn. Allora.“ Die Szene wiederholt sich – nur ohne den Geist! „Na oiso, gehd doch“, stellt der lächelnd fest.
Nach ein paar Minuten, wieder in der Jetztzeit, kommt das eher schon reife Radieserl-Reserl (Hilde Stockhorst) auf den Bahnsteig und setzt sich auf die Bank, klagend, dass der Zug schon wieder zu spät komme. Die junge Ursl Summwiesler (Eva Stephan) geht vorbei, um selbstproduzierten Honig ans Bahnhof-Standl zu bringen. Die beiden Frauen kennen sich und die Ursl weiß natürlich, dass das Reserl in einer Fantasiewelt lebt, in der ein Sohn existiert, der Vinzenz, den es vielleicht nicht gibt und dem von seiner Mutter immer neue Berufe zugeschrieben werden. Aber die Ursl ist eine ganz liebe, sie begegnet der älteren Frau mit Empathie – obwohl auch sie den Vornamen Ursl nicht „drauf“ hat, wie übrigens alle anderen Personen, die man auf dem Bahnsteig trifft.
Die Festschrift, die das Landstreicherpärchen findet, leitet über zum Hauptgeschehen, den Ereignissen bei der 600-Jahr-Feier von Niederhinterbergkirchentalhausen vor drei Jahren. Damals ging nämlich dem Standl-Hans seine große Liebe verloren, die schöne Mona (Judith Summer). Sie heiratete den Fritz Flitzmeier (Jakob Zörr), damals schon Bürgermeister von Niederhinterbergkirchentalhausen und von Hans als „Obernasenbohrer“ bewertet – der er auch ist. Den Junggesellen Hans schmusen seitdem die Ursl an, aber auch massiv die Brunhilde Bremsbichler (Michaela Wüst). Sie geizt nicht mit ihren Reizen, wirft sich dem Hans gar an den Hals, küsst ihn, obwohl der nicht abweisender sein kann, als er ist. Sogar nach einem Streich, der mit Hilfe des „Gleisgeistes“ möglich wird, lässt die Bruni nicht von Hans ab. Die Bremsbichlerin bringt zwar Schmalznudln zum Kiosk, Geld will sie dafür aber eigentlich nicht – sie ist reich. Sie hat im Lotto gewonnen, mit einem Los, das sie der Ursl abgeschwatzt hat. Und die fühlt sich betrogen, man hatte im Falle eines Gewinns Teilung vereinbart.
Dramatisch wird es, als der „Gleisgeist“ eine Begegnung von Hans und Mona für drei Minuten „da capo“ stellt, also „alles von vorn“. Denn der Hans hat die Aktion beobachtet und verstanden. Das Vorhaben geht zwar schief, auch wenn der Geist dem Standlbesitzer amouröse Tipps ins Ohr flüstert und mit einer „Luftgeige“ vorspielt. Aber letztlich setzt der Hans seinen Freund Giacomo unter Druck, die Zeit nicht nur für Minuten, sondern für drei Jahre zurückzustellen, in der Hoffnung, dann Mona für sich gewinnen zu können. Dass sich der Zeitsprung auf der ganzen Welt ereignen wird, das ist dem Hans in dieser Situation schlicht „wurscht“. Und der „Gleisgeist“ lässt sich erpressen, weil er halt „ein Romantiker“ ist – wissend, dass er dafür arg bestraft werden wird. Allerdings, der Zeitsprung zurück ist das eine, die Verhältnisse, die damals vor drei Jahren herrschten, das andere. Weil, „wenn ma a Chance hod, an zwoatn Blick auf Dinge zum werfa, dann sigt mas in am vui andan Liachd!“ So viel sei dazu verraten: Für einige der handelnden Personen wird nicht das Wirklichkeit, was sie sich erhofft haben. Aber irgendwie ein Happy End gibt es natürlich schon. Und manches „muaß de Zeid von alloa richtn“, weiß der „Gleisgeist.“
Natürlich wird der Mainstream um das verhinderte Liebespaar Hans und Mona begleitet durch lustige, auch mal amouröse Dialoge, ja sogar nachdenkenswerte Sprüche. Sehens- und hörenswert, wie die Landstreicher miteinander umgehen, traurig, wie der Standl-Hans in Trübsal verfällt, laut und schon auch mal grob wird. Das Radieserl-Reserl tut einem gar Leid in der Sorge um den Sohn. Dass ihre Lebensgeister aber nicht ganz abgestorben sind, das gibt Hoffnung: Das Reserl macht nicht nur dem Giacomo ungeniert Avancen! Auch der Vollpfosten von Bürgermeister, der schönen Mona total verfallen, wird lustig karikiert – wehe der Gemeinde, die so einen Rathauschef hat. Die Ursl ist und bleibt fast immer lieb. Und von der Brunhilde, der angeberischen Reichen, kann man annehmen, dass sie von ihrem hohen Ross wieder heruntergestiegen ist. Warum, das wird nicht verraten. Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer brachte es am Ende der Premiere auf den Punkt: „Chapeau! Das habt Ihr wieder ganz großartig gemacht.“ Die Rathauschefin brachte einen Geschenkkorb zur Wiedererlangung der körperlichen Kräfte der Mimen. Und Gisela Bernbeck, die rührige Vorständin der Laienspielgruppe Langenbach, war froh, dass zumindest die Premiere ohne coronabedingte Ausfälle über die Bühne gehen konnte und die Versorgung des Publikums mit Speis´ und Trank mit eigenen Kräften sehr gut geschafft wurde. Der Wirt hatte Betriebsurlaub.

2022 GleisGeisterei – Ankündigung
Rainer Summer Archiv, Erwachsenen
In Langenbach wird wieder Theater gespielt!
Unter der Leitung von Jakob Zörr präsentieren euch die Laienspieler diesen November eine ländliche Komödie in 3 Akten – »GleisGeisterei« von Ralph Wallner.
Kurzinhalt
Wenn man nur eine zweite Chance hätte!
Das denkt sich auch Standl-Hans, Besitzer eines Bahnhofs-Kiosks an einem stillgelegten Landbahnhof. Hätte er damals Mona seine Liebe gestanden, dann wäre in seinem Leben sicher alles besser verlaufen. Da taucht Giacomo, ein ominöser Fremder in Schwarz, auf, der das Leben von Hans und so manch anderem gehörig durcheinanderwirbeln wird.
Und ruckzuck wird ein bisschen an der Uhr gedreht.
Spieldaten | Weitere Informationen |
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Einlass: Ab 18:30 Uhr |
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13. November: Einlass ab 15:00 Uhr |
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Eintritt: 12 € |
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und NEU ab dem 22. September jeden Donnerstag von 19.30 Uhr bis 21:00 Uhr im Bürgersaal Langenbach
Die Vorstandschaft wünscht Ihnen jeweils einen vergnüglichen Theaterabend!

2021 Vorhang auf! – Nachbericht
Raimund Lex Archiv, Erwachsenen, JuLa
Mit einer Krimikomödie und einem komödiantischen Einakter startete die Laienspieler nach rund zwei Jahren Pause wieder ihren Spielbetrieb. Zur Aufführung kamen »6,6 Morde pro Stunde« von Andrea Freitag und »Feine Gesellschaft« aus der Feder von Claudia Kumpe.
Die Mordserie brachten die »Jula« auf die Bühne, die reiferen Amateurmimen reihten sich in die »Feine Gesellschaft« ein. Das Publikum war begeistert. »Man musste gar nicht fragen!«, erklärte Tina Wegmann, eines der schauspielerischen Urgesteine der Laienspielgruppe Langenbach. »Die Leute kamen von selber!«. Alle wollten nur eines: Spielen!
Im Herbst 2019 hatte man mit »Pension Schöller« einen gigantischen Erfolg, im Jahr 2020 hätte das 35-jährige Bestehen der Langenbacher Amateurmimen mit einem Festjahr und zahlreichen Veranstaltungen gefeiert werden sollen – die Corona-Pandemie hat alle Planungen zunichte gemacht. Jetzt aber hieß es endlich wieder »Vorhang auf«, wenn auch mit stark eingeschränktem Platzangebot, der geltenden Abstands- und Hygieneregeln wegen. Der Spielfreude der Laienspielgruppe aber tat dies keinen Abbruch, das Publikum wurde in beiden Stücken bis kurz vor Ende erfolgreich sozusagen »an der Nase herum geführt.«
In der Krimikomödie »6,6 Morde pro Stunde« treffen sich sechs Personen, die miteinander scheinbar nichts zu tun haben, in einer Villa, in der schon Spinnweben die Wände »zieren«. Da ist die Handysüchtige, aufdringliche Krimibloggerin Agatha Ford in Person von Franka Felsl – eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei wäre ihr Traum. In den »Tatort Wohnzimmer«, der die gesamte Bühne einnimmt, stolpert auch Katharina Pietsen (Lilli Baum), eine stotternde Versicherungsvertreterin, bei der man sich gegen alles versichern kann… Dann stolpert mit Gepolter ein hochgewachsener Rocker (Jonathan Eppler) ins Zimmer. Ungehobelt und offensichtlich alles andere als ein Feminist, sorgt er sich nur um sein Motorrad mit dem Namen »Betsy«, die »schwerverletzt da draußen mit Lungen-, sprich Vergaserschaden liegt.« Zu dem seltsamen Trio stößt noch Baroness Melrose Winterbloom, »die Blume von Hollywood«, Sängerin, Schauspielerin, Autorin und Geschäftsfrau (Eva Stephan) – sehr nobel. In ihrem Schlepptau ist ihr Butler James (Fabian Mühlich), ein kräftiges Mannsbild, eher schweigsam und ausschließlich auf die Baronesse fixiert. Man wartet auf den Hausherrn, der angeblich zu einer Party eingeladen hatte, aber der Gastgeber erscheint nicht.
Nur Wallabe, eine schwäbelnde eher tumpe Polizei-Inspektorin, (Michaela Wüst) erscheint – und eröffnet den ungleichen Gästen, dass es keine Party geben werde. Alle seien von der Polizei eingeladen worden – aus einem bestimmten Grund: Sie müsse ein »Verbrechen« aus der »Memorystreet« untersuchen, »das vor vielen Jahren in dieser Stadt begangen wurde. Einfach grauenvoll!« Agatha ist Feuer und Flamme und drängt Wallabe ihre Mitarbeit auf. Die Baronesse ist verschnupft, dass es keine Party gibt, der Rocker veräppelt die Staatsgewalt. Und diese beginnt, scheinbar etwas linkisch und ein wenig nach Colombo-Art, mit den Einzelverhören. Jeder hat offensichtlich etwas auf dem Kerbholz und outet sich mehr oder weniger freiwillig. Da wird festgestellt, dass alle eingesperrt sind, weder der Buttler noch der Rocker bekommen die Türe ins Freie auf, nicht mal mit Dynamit. Auch alle Fenster sind vergittert: Panik bricht aus, man ist von der Außenwelt abgeschnitten. Mit einem Mörder!
Einer der sechs ist der Mörder – oder die Mörderin. Dann fällt zum zweiten Mal das Licht kurz aus. Als es wieder angeht, haben alle eine Waffe gezogen – Pietsen aber, von der Versicherung, ist tot. Mord oder Tod wegen der multiphoben Veranlagung? Herzinfarkt? Aber das Sterben geht weiter: Agatha scheidet aus dem Leben, ein großes Kreuz zertrümmert ihren Schädel. Zwischen der Baronesse und dem Butler, einem Ex-Knacki, der seine Chefin abgöttisch liebt, kommt es zu einer Romeo und Julia-Szene, bei der beide umkommen – eng an das klassische Original angelehnt. Vier Leichen pflastern inzwischen die Bühne im Bürgersaal. Da erkennt der Rocker: die Inspektorin ist die Mörderin! Was Wallabe kaltschnäuzig bestätig: »es gab nie ein Verbrechen, alles war erfunden!« Nie hätte sie behauptet, Polizistin zu sein, die Memorystreet gäbe es gar nicht. Bedroht mit einer Pistole entleibt sich der Rocker selbst, er glaubt zwar Schnaps zu trinken, nimmt aber offensichtlich Gift zu sich. Wallabe glaubt jetzt felsenfest ihr Ziel erreicht zu haben, das »perfekte Verbrechen«. Aber weit gefehlt! Die scheinbar Toten sind vom polnischen Geheimdienst, vom Secret Service, von BND, MI6 und CIA. Alles ist vertreten, was Rang und Namen hat bei den »Schlapphüten.«
Das Publikum braucht eine Schrecksekunde, dann braust Applaus auf, man hört befreiendes Lachen im Saal und anerkennende Pfiffe. Der Gag ist gelungen, die Jula haben überzeugt. Um die Zukunft der Laienspielgruppe Langenbach e.V. muss man sich keine Sorgen machen!
»Feine Gesellschaft« war der Titel des Stücks für die theaterspielenden Seniorinnen und Senioren rund um Tina Wegmann und Jakob Zörr, der beiden Regisseure des ersten Stücks nach der langen Spielpause.
Eine feine Gesellschaft – was ist das? Der Duden weist dafür den Begriff »Hautevolee« aus. Claudia Kumpfe, die Autorin des komödiantischen Einakters, sieht darin aber wohl etwas anderes: die »Bussi-Gesellschaft«, eher die möchtegern Feinen! Damen wie Isabella (Gisela Bernbeck), im Bürgersaal die Hausherrin und Gastgeberin, wie Sibylla (Evi Bucksch) und Tina Wegmann, die als Desiree neu in die Gemeinschaft der Busenfreundinnen aufgenommen wurde. Sie stimmen in ihrer Lebenswelt überein, sie sind relativ begütert, sie shoppen leidenschaftlich gerne, finden sich ziemlich toll und schauen auf die arbeitende Bevölkerung gerne herab. Dann ist da noch Kurt-Walter, der Hausherr, Isabellas Mann (Franz Schild). Dessen aktuelle Beschäftigung ist der intime Kontakt zu Sofie, dem attraktiven Hausmädchen (Heidi Burg), was eindeutiges Stöhnen aus dem Off zu Beginn der Komödie schlagend beweist. Zur feinen Gesellschaft gehört als Opa auch Emil Harrant, der in seiner Bühnenrolle kein Frauenverächter ist. Denn Esther, seine Tochter (Susanne Huber) bringt eine Freundin mit, die Aysche (Roswitha Apold), die ihm offenbar sehr gefällt. Mit der Kleidung der beiden aber kann er nichts anfangen – da würde er sich bei seiner Tochter lieber so etwas wünschen wie es die fesche Sophie trägt. Nicht ganz so kurz und ganz so offen – ob der Opa weiß, dass sie gerade von einem Schäferstündchen mit Kurt-Walter kommt? Sein Flachmann hilft ihm aber über so manche Situation hinweg.
Zum festlichen Essen kommt auch Detleff (Martin Braun), Isabellas Bruder, Walters Schwager, der auf der Bühne das vermeintliche Idealbild des homophilen jungen Mannes ist. Sprache, Bewegungen, Bussi, Bussi, eindeutige Neigung hin zu seinem Schwager, aber auch zu Hause in besten Kreisen: er war zuletzt Gast bei Klaus Lagerfeld – und da hat er natürlich etwas zu erzählen, was besonders Isabella und ihre beiden Schickimicki-Freundinnen interessiert: Sie erfahren, dass die »Hauptperson« bei Lagerfelds Party »Choupette« war. Eine Katze, »Iiiiii!«, die Lagerfeld gerne geheiratet hätte, wenn dies möglich gewesen wäre. Der nette Detleff ist allerdings größeren Pressionen ausgesetzt; die schon ältere Nachbarin, Frau Kowalski (Hilde Stockhorst), drängt sich nämlich völlig ungeniert in die feine Gesellschaft: »Ich will ja nicht stören!« Und sie ist total verschossen in den jungen Detleff, den sie dann auf offener Bühne auch niederschmust bis fast zum Äußersten. Esther und Aysche bemerken, dass an der »Aura« von Walter und Sofie etwas nicht stimmt und ziehen die richtigen Schlüsse. Sie »reinigen« den Raum von der schlechten Energie, Aysche zeigt sogar einen fantasievollen »Bauchtanz«, der Opa will am liebsten zu ihr auf den Tisch.
Dann wird es ernst! Kurt-Walter eröffnet der feinen Gesellschaft, dass es Pilzsuppe gibt, bereitet mit seinen ersten selbstgesammelten Pilzen aus dem VHS-Wissen heraus. Der Appetit der Gäste lässt merklich nach. Esther pendelt die Suppe aus und gibt grünes Licht. Und Kurt-Walter erklärt treuherzig, dass er die Pilze am Hund seiner Frau, einem Chihuahua, »getestet« hätte. Der wird zur Demonstration (als Puppe) bellend auf die Bühne gebracht. Jetzt essen alle und sind voll des Lobes. Da stürzt Sophie herein: »der Hund ist tot!« Panik bricht aus, die feine Gesellschaft zeigt nun ihr wahres Gesicht.
Im Angesicht des kommenden Todes brechen die verdeckten Wunden auf: Isabella hat ihren Walter nur des Geldes wegen geheiratet, den Versager im Beruf und im Bett. Der hatte auf lebenslangen feurigen Sex mit seiner Angetrauten gehofft und macht sein Verhältnis mit Sophie nun öffentlich, was ihm Schläge von seiner Frau einbringt. Sybilla outet sich, dass sie ihre Brüste habe vergrößern lassen, Desiree gibt Lifting zu, Isabella hat sich ihren Po anheben lassen. Alles habe viel Geld gekostet – nunmehr für nichts und wieder nichts. Detleff beklagt die vielen aufregenden Männer, »die ich noch nicht ausprobiert habe«, Frau Kowalski will mit ihm »in der Sterbestunde vereint sein.« Es kommt zu Tage, dass Isabella nach wie vor ein Verhältnis mit »dem rassigen Pedro« hat. Man prügelt sich, bis Sophie, die bisher dem Treiben fassungslos zugesehen hat, zwei große Topfdeckel lauthals wie Tschinellen zusammenschlägt und verkündet: »der Hund wurde von einem Auto überfahren…«.
Das Publikum ist baff, aber der Groschen fällt schnell. Dann belohnt kräftiger Applaus die Langenbacher Schauspieler. Die Truppe der erfahrenen Amateurmimen konnte überzeugen, wie auch Judith Summer, Susanne Weber, Irene Vögl, Jan Simon, Fabian Baumann und Josef Feger, die »hinter der Bühne« im Einsatz waren.

35 Jahre Laienspielgruppe Langenbach e.V.
Christa Summer Allgemein, Archiv, Erwachsenen, JuLa, Küken
Unser Jubiläumsjahr haben wir beim Langenbacher Faschingsumzug begonnen. Passend zu unserem Gründungsjahr war das Thema »Awesome since 1985« – wir feiern die 80er Jahre…
Mit einer Fußgruppe, bestehend aus vielen berühmten Gestalten der 80-ziger und dem »DeLorean« aus dem Filmklassiker »Zurück in die Zukunft« zogen wir durch das Dorf und feierten gemeinsam.
Am Freitag, 24. April, gibt es einen festlichen Jubiläumsabend mit Ansprachen, Ehrungen und Aufführungen für geladene Gäste. Am darauffolgenden Abend, den 25. April, sind alle Bürgerinnen und Bürger recht herzlich eingeladen. Unsere drei Theatergruppen, die »Küken«, die »Jula« und die Erwachsenen, werden gemeinsam einen Theaterabend unter dem Motto: »Vorhang auf – mia spuin für Eich!« gestalten. Jede Gruppe bereitet dafür eigene Beiträge vor und wird Euch bestens unterhalten. Der Kartenvorverkauf wird im März starten.
Im Oktober gibt es dann wieder traditionell eine Aufführung von den Erwachsenen und im November beenden wir mit einem Stück – gespielt von den Küken – unsere Theatersaison. In unserem Jubiläumsjahr bieten wir am 4. Dezember noch ein besonderes Schmankerl. In der alten Pfarrkirche veranstalten wir die Weihnachtslesung »Heilige Nacht« mit Manfred Trautmann und musikalischer Umrahmung. Hierbei wird uns der Kinderchor Singsalabim unterstützen.

2019 Pension Schöller – Ankündigung
Florian Apold Archiv, Erwachsenen
Kurzinhalt
Der Gutsbesitzer Lenzmayer möchte zu gerne einmal von seinem Neffen Alfred, den er dafür finanziell bei einer Geschäftsgründung zu unterstützen verspricht, eine Irrenanstalt von innen gezeigt bekommen. Alfreds Freund Robert Wagner empfiehlt ihm, seinem Onkel doch die Pension Schöller zu zeigen, deren Gäste ziemlich exzentrisch sind.Philipp Lenzmayer, der die Gäste wirklich für Irre hält, amüsiert sich prächtig. Die Situation eskaliert allerdings, als Lenzmayer, zurückgekehrt auf sein Gut, von diesen vermeintlichen Irren besucht wird.
Spieldaten Weitere Informationen
- Premiere: Samstag, 14.09.2019 um 19:30 Uhr Einlass: Ab 18:30 Uhr
- Sonntag, 15.09.2019 um 16:00 Uhr 15. September: Ab 14:30 Uhr mit Kaffee- und Kuchenverkauf
- Freitag, 20.09.2019 um 19:30 Uhr Eintritt: 10 €
- Samstag, 21.09.2019 um 19:30 Uhr Ort: Bürgersaal im Alten Wirt Langenbach
- Freitag, 27.09.2019 um 19:30 Uhr
- Samstag, 28.09.2019 um 19:30 Uhr
Die Vorstandschaft wünscht Ihnen jeweils einen vergnüglichen Theaterabend

2018 Bixlmadam – Nachbericht
Josef Feger Archiv, Erwachsenen

Alle Jahre wieder stellt sich bestimmt nicht nur bei den Laienspielern in Langenbach die Frage: “Was spielen wir und Wer führt Regie?”.
Von Gisela (Anm. d. Red.: Bernbeck, 1. Vorständin) habe ich mich breitschlagen lassen, die Regie 2018 zu übernehmen. Bereits im Vorfeld war mir bewusst, dass sämtliche männliche Spieler im gesetzteren Alter nicht zur Verfügung stehen würden; so z.B. auch Emil (Anm. d. Red.: Harrant), der laut seiner Frau erst ab Januar 2019 wieder verpflichtet werden darf, da er dann in Rente geht und Frau, Hund, Pferd und Theaterspielen terminlich besser unter den Hut bekommt.
Auch wusste ich, dass Irene (Anm. d. Red.: Vögl), Michi Wüst, Eva Stephan und Flo (Anm. d. Red.: Apold) bei den Erwachsenen mitspielen wollen.
So fing ich an Stücke zu lesen, wie z.B. die Einakter “Der Saubär” und “Der Heiratsantrag”, sowie die Stücke “Xaver Krenkl”, “Der Meineidbauer”, “Die Gschaftlhuberin”, “Adele Spitzeder” und “Bixlmadam” aufgrund des ausgefallenen Titels.
Ich wollte ein lustiges Stück mit schönem Bühnenbild und keinen Schenkelklopfer auf die Bühne bringen. Also entschied ich mich für “Bixlmadam”, eine Komödie von Peter Landstorfer.
Jetzt ging es daran Spieler zu suchen und die Rollen zu besetzen. Für Irene machte ich aus dem Hotelier eine Hotelierin, die für sie wunderbar passte – fand ich.
Michi Wüst spricht nicht so ganz Dialekt und deshalb sollte sie die Rolle der Frau Flickedanz übernehmen und meisterte diese Rolle auch mit Bravour.
Desweiteren musste die Rolle Hasselblad besetzt werden, ein Preuße durch und durch; da hatte ich Glück! Gisela sagte mir, Rainer Summer, der noch nie Theater gespielt hat, möchte mitspielen. Ich rief Rainer an und stellte fest, der kann als geborener Bayer nur nach der Schrift sprechen, schon hatten wir also unseren Preußen. Rainer war ideal für diese Rolle und erarbeitete sie sich. Von Woche zu Woche verbesserte er Aussprache, Körperhaltung, Betonung und verkörperte Jens-Holger Hasselblad mehr und mehr. Sehr gut gemacht, Rainer!

Ich hoffe du bleibst den Laienspielern treu und spielst auch in den darauffolgenden Jahren. Du bist eine Bereicherung für diesen Verein, Preußen stehen nicht so viele zur Verfügung!
Als Bedienung Susi stellte ich mir Susanne Weber vor; ich fragte sie und bekam prompt eine Zusage. Während der ersten Probe verglich ich Susis Sprechgeschwindigkeit mit einer russischen Kalaschnikow und vor allem in den Szenen mit den Rosstäuschern ähnelte sie einem russischen Kampfpanzer, der gnadenlos über die Bühne fuhr. Aber die Susi kann schon was, zu Ende der Proben verkörperte sie die Rolle der Süsi so wie ich mir das vorgestellt hatte. Sie lächelte perfekt und laut ihrer Aussage “tat [ihr] der Mund vom Lächeln schon weh.” Perfekt gemacht Süsi!
Neben Susanne Weber fragte ich auch bei Johannes Weber an. Ich hoffte er übernimmt die Rolle des Lipp und er tat es. Johannes stammt auch aus der JuLa (Anm. d. Red.: Jugendgruppe der Laienspieler), die seht gute Schauspieler hervorgebracht hat.
Er zog sich in aller Ruhe auf der Bühne mit dem original Wendesakko vom Landstorfer Ensemble um, welches wir uns ausgeliehen hatten. Er wurde dieser Rolle voll gerecht, obwohl er noch sehr jung ist. Die Ente, die laut Textbuch am Geweih hängen bleiben hätte sollen, hing nicht immer, aber das war nebensächlich. Auch bei der letzen Aufführung blieb er ganz ruhig, als Josef (Anm. der Red.: Feger, Lichttechniker) und Bene (Anm. d. Red.: Weinzierl, Tontechniker) ihm einen Streich spielten, indem sie während einer seiner Umziehszenen den Song “Leave your hat on” einspielten.

Wie sagt man so schön: “Aller guten Dinge sind drei”. D.h. ich konnte auch Johanna Weber als Ersatz für Irene, die aus gesundheitlichen Gründen nicht spielen konnte, verpflichten. Johanna musste Text nachlernen, da sie ja nicht von Anfang an dabei war. Wer Johanna kennt weiß jedoch, dass sie sehr ehrgeizig ist und somit ihrer Rolle voll gerecht wurde.
Ich denke es war schön für sie mit zwei ihrer Kinder Theater zu spielen, denn solche Chancen hat man nicht oft im Leben.

Die Idealbesetzung einer Bixlmadam ist Heidi (Anm. d. Red.: Burg). Obwohl sie die Rolle skeptisch sah, war sie die ultimative Bixlmadam. Ihr Auftreten im Fuchsia-Kleid mit schwarzem Pelz war sehr mondän. Heidi spielte in meinen Augen ihre Rolle so wie man sich eine Bixlmadam vorstellt.

Nun zu unseren drei Rosstäuschern, Martin(Anm. d. Red.: Braun) und Flo haben sofort zugesagt, als ich sie fragte, ob sie nicht die Rosstäuscher spielen wollten. Die Suche nach dem 3. Rosstäuscher gestaltete sich nicht so einfach. Im Verein selbst habe ich alle in Frage kommenden Spieler gefragt. Anschließend in Frage kommende Langenbacher Männer, die ich passend hielt. Nur Absagen!
Doch das Gute ist so nah und man erkennt es oftmals nicht. Jakob gab mir den Tipp, dass Christian Haller evtl. spielen würde. Ich fragte und er sagte mir auch innerhalb eines Tages zu. Eine ältere Dame sagte nach der letzten Aufführung zu mir: “Eure drei Dings da, na…. die drei… Musketiere! waren eine Schau.”
Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Besten Dank auch an:
Hilde Stockhorst, unsere Souffleuse, die bei keiner Probe fehlte.
Wilhelmine und Gisela für die tolle Verwandlung der Spieler; ich denke da besonders an die Glatze von Hasselblad.
Merci Josef und Bene für Ton und Licht.
Ein Dank auch an unsere Bühnenbauer Jakob, Flo und Walter.
Wir wissen ja, dass Jakob es immer spannend macht, aber wir hatten am Ende eine sehr schöne Bühne.
Unsere Spieltage konnten nicht ideal festgelegt werden, da der Saal über 1 Jahr vorher schon des Öfteren belegt war.
Nichtsdestotrotz waren unsere Aufführungen mit 655 Zuschauern ein Erfolg.
Die Proben von Juli bis Oktober waren allesamt sehr harmonisch, es gab keine langen Diskussionen. Wir zogen alle an einem Strang!
Ich hoffe den Spieler hat es genauso viel Spaß gemacht wie mir.
Christian Gobmeier hat einmal gesagt:
Wenn ich hierher zum Theaterspielen gehe, opfere ich meine Freizeit und da will ich Spaß haben